Woher hat der Fuchstanz seinen Namen?

Je länger meine langen Läufe sind, desto eher überlege ich mir vorher, wohin mich der Lauf führen soll. Schließlich legt man einige Kilometer zurück und kann sich auch mal Ziele suchen, die man sonst nur mit dem Auto oder Fahrrad erreichen würde. Bei mir bietet sich der Taunus immer wieder an. Neben schönen Strecken und knackigen Steigungen kann man sich bei gutem Wetter auch mit einer genialen Aussicht auf Frankfurt belohnen.

Gestern hatte ich ursprünglich den Altkönig als Ziel eingeplant. Als ich jedoch auf dem Fuchstanz ankam, fühlte ich mich nach etwas mehr als 14 Kilometern noch vergleichsweise gut. Somit fiel mir die Entscheidung nicht schwer, noch etwas weiter nach oben zu laufen - mit dem erwähnten Wissen im Hinterkopf, noch einen langen Rückweg vor mir zu haben. Was ich beim Aufbruch zu Hause nicht bedacht hatte, waren die Temperaturunterschiede zwischen Berg und Tal. Während es in Sulzbach angenehme 7°C warm war, froren mir oben im Taunus fast die Finger ab. Und je weiter ich nach oben kam, desto häufiger traf ich auf merkwürdige, weiße Flecken auf dem Boden. In der Region um den Industriepark Höchst denkt man ja gerne mal an einen Chemieunfall. Die weißen Flächen wurden immer größer, je weiter ich nach oben kam und machten es mir dadurch auch leichter, endlich zu erkennen, dass es Schneereste waren. Sie waren aber nicht mehr so ohne weiteres als solche zu erkennen, nachdem sie ca. 5 Mal angetaut und wieder gefroren waren. Eine geschlossene Decke von diesem eisigen Etwas verhinderte letztlich auch einen Anstieg in Richtung "Kleiner Feldberg". Hoch wäre ich sicherlich noch gekommen. Der Weg hinunter wäre aber ganz sicher zu einer gefährlichen Rutschpartie verkommen. Und da siegte dann mein Verstand und ließ mich den Rückweg nach Hause antreten.

Zwei Wanderer schauten mich dabei auch etwas irritiert an, weil da jemand in einer kurzen Hose durch den Taunus lief. Aber mit einer Longtight hätte ich mir weiter unten mehr als nur einen Wolf geschwitzt - weiter unten im Tal meinte ich natürlich. Unabhängig von Wärme oder Kälte kann ich aber jedem Läufer aus dem Region den Weg hinauf zum Fuchstanz nur empfehlen. Die Steigungen waren recht angenehm, sodass man beim Anstieg als auch beim Abstieg ein angenehmes Tempo laufen kann.

Was sich mir aber noch nicht ganz erschlossen hat: Woher hat der Fuchstanz seinen Namen, und wer kam auf dieses merkwürdige Konstrukt? Ich bin bislang kein ausgeprägter Anhänger von Heimatkunde gewesen, aber diese Antwort würde mich ja doch mal interessieren.