Der Weiltalweg-Landschaftsmarathon ist kaum eine Woche her, da steht auch schon der nächste Lauf an. Morgen fällt der Startschuss allerdings hinter Gefängnismauern. Klingt komisch, ist aber so. Die Veranstaltung nennt sich "Knastmarathon" und findet in der JVA in Darmstadt-Eberstadt statt.
Dementsprechend ging es in der letzten Woche vor allem darum, die Beine wieder fitzukriegen. Und vor allen Dingen darum, Kohlenhydrate zu bunkern. Nach den 250g Nudeln, die ich vorhin verdrückt habe, wartet hinter mir in der Küche schon wieder eine Scheibe Vollkornbrot. Dabei ist mir schon schlecht.
Für mich wird's wirklich spannend zu sehen, wie ich die Belastung des letzten Sonntags weggesteckt habe. Denn zwei so intensive Läufe innerhalb so kurzer Zeit sind für mich noch vollkommen unbekannt. Vorteilhaft dürfte auf jeden Fall sein, dass sie Strecke in der JVA absolut topfeben ist. Und es gibt auf jeder Runde eine Verpflegungsstelle. Bei 24 zu absolvierenden Runden könnte das helfen, meine Wunschzeit von 3:30h zu erreichen. Vergangenen Sonntag hatte ich mir die Kräfte fast perfekt eingeteilt und konnte auf den letzten 7 Kilometern nochmal richtig gut draufdrücken. Gelingt mir das morgen auch, ist der Rest hoffentlich nur noch Kopfsache. Ärgerlicher wäre es, wenn wie beim Frankfurt-Marathon 2009 auf den letzten Kilometern bis auf die Beine alles noch wollte: Die Kondition war da, der Wille erst recht. Aber die Beine waren komplett dicht.
Dicht sind dann morgen erstmal nur die Gefängnismauern.