Laufbericht zum 38. Hausener Volkslauf

Zwei Wochen nach dem Eschathlon stand mit dem 38. Hausener Volkslauf am 27.07.2014 bereits der nächsten Halbmarathon auf dem Programm. Gleichzeitig war es der fünfte Wertungslauf des Main-Lauf-Cups. Somit war die erste Priorität, den Lauf vernünftig zu finishen, um auf jeden Fall schonmal die fünf notwendigen Läufe in der Wertung zu haben, um am Ende auch in der Gesamtwertung berücksichtigt zu werden.

Rückblick

Letztes Jahr lief ich in Hausen eine eher bescheidene 1:32:14 und landete auf Rang 25 in der Gesamtwertung. Trotzdem reichte es mit dieser Zeit aber zum 2. Platz in meiner Altersklasse, was mir in der Main-Lauf-Cup-Wertung satte 98 Punkte bescherte.

Anreise

Der Tag ging gut los, denn mein Navi versagte. Zum Glück hatte ich mir am Abend zuvor nochmal angeschaut, wo genau ich denn hin musste und welche Abfahrten ich nehmen musste. Auf der A3 verpeilte ich jedoch die erste Abfahrt und fuhr deswegen bei Weiskirchen in Richtung Hanau raus, was sich aber als kein großer Umweg rausstellte.

Rennverlauf

Den Streckenverlauf hier auf der Streckenkarte zu verstehen ist nicht ganz so einfach. Was aber jeder verstehen sollte: Man muss zwei Runden laufen, und die Halbmarathonis müssen auf der ersten Runde im Gegensatz zur 10er-Strecke noch einen kurzes Extra-Stück laufen. Ansonsten kann man nicht viel falsch machen, weil überall Streckenposten vorhanden sind, und falls nicht, sollte auch jeder noch so Blöde verstehen, wo man gerade langlaufen muss. Wie gewöhnlich brauchte es ein paar Kilometer, bis sich das Feld sortiert hatte. Und je mehr Kilometer vergingen, desto mehr merkte ich, dass mir der Eschathlon doch noch mehr in den Beinen hing, als ich vermutet hatte. Somit wurde es dann eine sehr taktisch geprägtes Rennen. Die Zeit spielte nur noch eine untergeordnete Rolle, ich versuchte vielmehr, meine jeweils aktuelle Position zu verteidigen und vielleicht noch die ein oder andere Position gut zu machen – in der Hoffnung, dass vorne noch mal einer vom Laster fällt.

Gegen Mitte des Rennens holte ich zwei vor mir liegende Läufer ein, wobei sich einer zunächst als sehr hartnäckig erwies. Wahrscheinlich hat er mich nicht kommen hören, weil er Kopfhörer im Ohr hatte. Mir kam’s so vor, als sei er sehr überrascht gewesen und zog wieder an mir vorbei. Ich lies ihn laufen und hielt mein Tempo, und so kam es, wie es kommen musste: Ich überholte ihn wenig später ein zweites Mal und ließ ihn diesmal stehen. Der andere Läufer biss sich dauerhafter an mir fest. Wirklich ausruhen konnte ich mich nie auf meinem Vorsprung, denn er war zu klein. Und ich war schon am Limit, denn schneller ging es eigentlich nicht, weil ansonsten die Oberschenkel wohl komplett dicht gemacht hätten.

Hilfreich war nur noch, dass ich vor mir immer die erste Frau sehen konnte, die von einem Fahrrad begleitet wurde. Ich kam aber einfach nicht näher. Mir ging es hierbei auch gar nicht darum, unbedingt vor der ersten Frau ins Ziel zu kommen, das war mir vollkommen egal. Es war nur irgendwie frustrierend, das Gefühl zu haben, einfach kein Stück näher zu kommen. Zumal ich permanent versucht habe, mit wenn auch nur sehr kleinen Tempoverschärfungen den Läufer hinter mir insoweit loszuwerden, als dass der Vorsprung etwas größer wird. Ich nahm mir vor, einfach auf Teufel komm raus die zwei letzten Kilometer nochmal alles rauszuholen.

Das klappte aber nur bedingt bis gar nicht. Einzig die “Stadionrunde” ließ mich nochmal etwas schneller laufen. Da im Zielkanal nicht mehr überholt werden darf und mein Vorsprung nun doch deutlich angewachsen war, ließ ich es auf den letzten 200 Metern sehr gemütlich angehen. Die 1:29:01 lagen zwar unter meinen Erwartungen, in Anbetracht der Tatsache, dass die Beine nach dem Eschathlon noch ziemlich schwer waren, ging aber nicht mehr.

Die Altersklassen-Überraschung

Zunächst hingen bei den Ergebnislisten nur die ersten acht Läufer aus. Der erste in der M30 passte als Achter mit einer 1:22:11 noch drauf. Nach einer halben Ewigkeit und zurück vom Duschen hing dann endlich eine neue Liste aus. Und siehe da: Zwischen 1:22:11 und 1:29:01 lag kein anderer Läufer aus der M30. Das bedeutete wie letztes Jahr: Platz 2 in der M30 und 98 Altersklassen-Punkte für die Main-Lauf-Cup-Wertung. Es dürfte zwar in diesem Jahr aufgrund der größeren Konkurrenz sehr schwer werden, hier wieder aufs Gesamt-Treppchen zu kommen. Aber die 98 Punkte habe ich schonmal. Jetzt gilt’s bei den nächsten Läufen, die Läufe und den geringen Punktzahlen aus der Wertung zu kegeln.

Ausblick auf Mühlheim

Der nächste Wettkampf wird der Volkslauf in Mühlheim sein, auch hier werde ich aller Voraussicht nach beim Halbmarathon an den Start gehen. Im vergangenen Jahr lief ich dort mit 1:27:07 eine neue persönliche Bestzeit, die bis zum Halbmarathon in Frankfurt in diesem Jahr bestand hatte. Durch die am Montag beginnende Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon erhoffe ich mir hier, erstmals in die Region von 1:25 zu kommen.

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