Archiv für den Monat: November 2014

Koffein-Entzug – Woche 2

Zur Zeit befinde ich mich noch in meinem Kein-Koffein-Experiment: Vor etwas mehr als einer Woche hatte ich die Idee, mal auszuprobieren, was passiert, wenn ich ca. zwei Wochen lang keinen Kaffee trinke bzw. keinerlei Koffein zu mir nehme. Die zweite Woche bewegt sich nun dem Ende entgegen, und im Gegensatz zur ersten Woche hat sich meine allgemeine Konzentration um 180 Grad gedreht. Letzte Woche fühlte ich mich häufig noch unmotiviert und teilweise auch etwas lustlos.

In dieser Woche hat sich dieses Gefühl komplett verändert. So habe ich keine Probleme mehr damit, morgens früh aufzustehen. In den letzten Wochen war das mitunter eine zähe Angelegenheit, ich konnte schon fast nicht mehr mitzählen, wie oft ich mich von links nach rechts gedreht habe. Seit Montag hingegen: Alles wie weggeblasen. Der Wecker klingelt, ich bin wach – und stehe auf. Und abends ist es auch wieder umgedreht, so richtig müde werde ich manchmal gar nicht. Ich versuche, einigermaßen gleichmäßig ins Bett zu gehen, um dann auf sieben Stunden Schlaf zu kommen, was auch recht gut funktioniert.

Und auch berufsbezogen habe ich den Eindruck, dass ich konzentrierter und fokussierter bin im Vergleich zu den Wochen zuvor, als ich noch regelmäßig drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag getrunken hab. Was ja nun nicht viel ist, und in meinem Kaffee kann der Löffel nicht stehen. Und vielmehr als mein freiwilliger Koffeinentzug hat sich nicht getan in meinem Leben, worauf diese Reaktionen zurückzuführen wären. Es stellt sich mir jetzt auch die Frage, wie lange ich das Experiment noch durchziehen will. Ursprünglich hatte ich zwei Wochen ins Auge gefasst. Aktuell tendiere ich eher dahin, es noch etwas zu verlängern. Denn aufgrund von etwas nervigen Adduktorenproblemen im rechten Oberschenkel bewegt sich mein Lauftraining eher auf Schlurf-Niveau. Somit konnte ich noch nicht testen, wie die Auswirkungen auf meine Laufleistung sind. Und gerade das interessiert mich sehr. Bis zum Sonntag werde ich es aber auf jeden Fall noch durchziehen. Wirklich vermissen tue ich Kaffee jedenfalls noch nicht.

Post-Season – Zeit für Experimente

Nachdem die Saltin-Diät vor dem Frankfurt-Marathon aufgrund einer Erkältung ausfallen musste, kam mir nun relativ spontan die Idee, mal was neues auszuprobieren. In einem meiner Küchenschränke fiel mir auf, dass ich noch haufenweise Tee dort herumstehen hatte. Und da ich schon immer mal testen wollte, wie sich mein Körper bei Koffeinentzug verhält und ob man es tatsächlich bemerkt, fing ich am gestrigen Montag mit einem Experiment an:

Tee statt Kaffee

Am Samstag und Sonntag hatte ich den Koffeinkonsum schon deutlich heruntergefahren. Am Samstag Abend gab’s vorm Kino noch eine Tasse. Passenderweise hieß der Film Ich.darf.nicht.schlafen. Ansonsten gab es am Wochenende ca. drei Tassen Instant-Kaffee, die letzte am Sonntag morgen. Das Glas war dann auch leer. Meine Saeco Incanto hatte ich bereits einigermaßen stillgelegt und sie dann auch mal einer etwas intensiveren Grundreinigung unterzogen.

Seitdem trinke ich nur noch Wasser und Tee, genauer gesagt im Moment noch Kamillen- und Anis-Kümmel-Fenchel-Tee. Bislang habe ich noch nichts gravierendes feststellen können. Mir fehlen zwar so ein bisschen die Rituale, sich z.B. morgens und mittags einen Kaffee zu gönnen, aber prinzipiell geht es auch ohne. In punkto Wachheit bzw. Müdigkeit ist es am Tag 2 des Experiments noch schwer einzuschätzen, ob sich bereits erste Auswirkungen zeigen. Gestern Nachmittag wäre ich beinahe mal kurz weggenickt, da fiel es mir sehr schwer, nicht vornüber zu kippen. Und meine Konzentration war auch schon mal besser.

Inwiefern sich das fehlende Koffein auf die Lauferei auswirkt, wird sich noch zeigen. Denn ich bin erst letzte Woche wieder langsam ins Training eingestiegen, mit lächerlichen 22 Kilometern in der Woche, verteilt auf drei Einheiten (6km, 6km, 10km). Bei den drei Einheiten knallte der Puls permanent hoch, ich musste mich andauernd bremsen,  weil ich nur mit einem 130er Puls laufen wollte. Das Tempo fühlte sich eigentlich normal für einen 130er Puls an, ich bin aber problemlos auf 140+ gekommen. Somit kamen mir die Läufe wie eine fürchterliche Schlurferei vor. Mal schauen, wie es sich diese Woche anfühlt.

Auffällig waren noch meine Kopfschmerzen am Montag. Da vermute ich aber eher eine Verspannung im Nacken als Ursache. Aber so leicht unterschwellige Kopfschmerzen habe ich auch heute noch, wenn auch kaum spürbar. Die nächsten Tage dürften interessant werden, wenn das Experiment länger andauert.