Post-Season – Zeit für Experimente

Nachdem die Saltin-Diät vor dem Frankfurt-Marathon aufgrund einer Erkältung ausfallen musste, kam mir nun relativ spontan die Idee, mal was neues auszuprobieren. In einem meiner Küchenschränke fiel mir auf, dass ich noch haufenweise Tee dort herumstehen hatte. Und da ich schon immer mal testen wollte, wie sich mein Körper bei Koffeinentzug verhält und ob man es tatsächlich bemerkt, fing ich am gestrigen Montag mit einem Experiment an:

Tee statt Kaffee

Am Samstag und Sonntag hatte ich den Koffeinkonsum schon deutlich heruntergefahren. Am Samstag Abend gab’s vorm Kino noch eine Tasse. Passenderweise hieß der Film Ich.darf.nicht.schlafen. Ansonsten gab es am Wochenende ca. drei Tassen Instant-Kaffee, die letzte am Sonntag morgen. Das Glas war dann auch leer. Meine Saeco Incanto hatte ich bereits einigermaßen stillgelegt und sie dann auch mal einer etwas intensiveren Grundreinigung unterzogen.

Seitdem trinke ich nur noch Wasser und Tee, genauer gesagt im Moment noch Kamillen- und Anis-Kümmel-Fenchel-Tee. Bislang habe ich noch nichts gravierendes feststellen können. Mir fehlen zwar so ein bisschen die Rituale, sich z.B. morgens und mittags einen Kaffee zu gönnen, aber prinzipiell geht es auch ohne. In punkto Wachheit bzw. Müdigkeit ist es am Tag 2 des Experiments noch schwer einzuschätzen, ob sich bereits erste Auswirkungen zeigen. Gestern Nachmittag wäre ich beinahe mal kurz weggenickt, da fiel es mir sehr schwer, nicht vornüber zu kippen. Und meine Konzentration war auch schon mal besser.

Inwiefern sich das fehlende Koffein auf die Lauferei auswirkt, wird sich noch zeigen. Denn ich bin erst letzte Woche wieder langsam ins Training eingestiegen, mit lächerlichen 22 Kilometern in der Woche, verteilt auf drei Einheiten (6km, 6km, 10km). Bei den drei Einheiten knallte der Puls permanent hoch, ich musste mich andauernd bremsen,  weil ich nur mit einem 130er Puls laufen wollte. Das Tempo fühlte sich eigentlich normal für einen 130er Puls an, ich bin aber problemlos auf 140+ gekommen. Somit kamen mir die Läufe wie eine fürchterliche Schlurferei vor. Mal schauen, wie es sich diese Woche anfühlt.

Auffällig waren noch meine Kopfschmerzen am Montag. Da vermute ich aber eher eine Verspannung im Nacken als Ursache. Aber so leicht unterschwellige Kopfschmerzen habe ich auch heute noch, wenn auch kaum spürbar. Die nächsten Tage dürften interessant werden, wenn das Experiment länger andauert.

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