Koffein-Entzug – Woche 2

Zur Zeit befinde ich mich noch in meinem Kein-Koffein-Experiment: Vor etwas mehr als einer Woche hatte ich die Idee, mal auszuprobieren, was passiert, wenn ich ca. zwei Wochen lang keinen Kaffee trinke bzw. keinerlei Koffein zu mir nehme. Die zweite Woche bewegt sich nun dem Ende entgegen, und im Gegensatz zur ersten Woche hat sich meine allgemeine Konzentration um 180 Grad gedreht. Letzte Woche fühlte ich mich häufig noch unmotiviert und teilweise auch etwas lustlos.

In dieser Woche hat sich dieses Gefühl komplett verändert. So habe ich keine Probleme mehr damit, morgens früh aufzustehen. In den letzten Wochen war das mitunter eine zähe Angelegenheit, ich konnte schon fast nicht mehr mitzählen, wie oft ich mich von links nach rechts gedreht habe. Seit Montag hingegen: Alles wie weggeblasen. Der Wecker klingelt, ich bin wach – und stehe auf. Und abends ist es auch wieder umgedreht, so richtig müde werde ich manchmal gar nicht. Ich versuche, einigermaßen gleichmäßig ins Bett zu gehen, um dann auf sieben Stunden Schlaf zu kommen, was auch recht gut funktioniert.

Und auch berufsbezogen habe ich den Eindruck, dass ich konzentrierter und fokussierter bin im Vergleich zu den Wochen zuvor, als ich noch regelmäßig drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag getrunken hab. Was ja nun nicht viel ist, und in meinem Kaffee kann der Löffel nicht stehen. Und vielmehr als mein freiwilliger Koffeinentzug hat sich nicht getan in meinem Leben, worauf diese Reaktionen zurückzuführen wären. Es stellt sich mir jetzt auch die Frage, wie lange ich das Experiment noch durchziehen will. Ursprünglich hatte ich zwei Wochen ins Auge gefasst. Aktuell tendiere ich eher dahin, es noch etwas zu verlängern. Denn aufgrund von etwas nervigen Adduktorenproblemen im rechten Oberschenkel bewegt sich mein Lauftraining eher auf Schlurf-Niveau. Somit konnte ich noch nicht testen, wie die Auswirkungen auf meine Laufleistung sind. Und gerade das interessiert mich sehr. Bis zum Sonntag werde ich es aber auf jeden Fall noch durchziehen. Wirklich vermissen tue ich Kaffee jedenfalls noch nicht.

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